Zum ersten Mal findet auf Initiative des Kulturbüros Mönchengladbach in Zusammenarbeit mit drei weiteren Städten (Krefeld, Neuss, Geldern) unter dem Titel „Home Street Home“ vom 7.7.- 29.9. ein Urban Art Festival am Niederrhein statt. Es spiegelt die große Vielfalt und Qualität der „Kunst an Wänden“ wieder. Denn jede dieser Städte hat hierfür unterschiedliche Urban-Art-Traditionen, Projekte und Orte anzubieten. „Home Street Home“ wurde als Titel gewählt, weil es beim Sprayen und Malen nicht zuletzt um die Frage nach der Stadt als einer Heimat für Alle geht. Einem Ort, an dem also auch die diversen künstlerischen Vorlieben der Menschen sichtbar werden. Verbindendes Element für die vier lokalen Urban-Art-Events ist zum einen eine zentrale Ausstellung im Kulturforum Alte Post Neuss mit Entwürfen, Fotos und Videos der Kunstwerke in den Städten. Zum anderen haben vier Künstler der Region einen gemeinsamen, den Festival-Titel aufgreifenden Entwurf entwickelt, der unterschiedlich variiert in allen vier Städten auf die Wand gebracht wird.

In Mönchengladbach werden im Rahmen des Festivals vom 16.-18. August sieben große Murals in Auseinandersetzung mit dem Thema „andersleben!“ inmitten der Altstadt realisiert. Der künstlerische Leiter Steffen Mumm hat regional und international bestens bekannte KünstlerInnen ausgewählt, die ihre Arbeiten live für alle sichtbar an die Wände bringen. Mit dabei sind u. a. die SPanier Corte & Jon Zabalegui, das Köln-Düsseldorfer Duo olga&m05k, der Münchner Mr. Woodland und die Gladbacher HokerOne, Johannes Veit und Phil Norm. Ob poetisch, abstrakt oder laut fordernd: Ihre Bilder sorgen für eine Energie, die die Altstadt immer stärker ausstrahlen soll – eine Dynamik, die aus dem Herzen der Stadt erwächst, die dazu aufruft, es anders zu versuchen: andersleben!

Home Street Home_Ausstellung (c)Tubuku

Ein Rahmenprogramm bietet das Zentralkomitee für Straßenkunst Im Köntges mit einer Ausstellung von 30 KünstlerInnen der Urban Art-Szene. Neben Graffiti und Streetart werden hier ebenfalls Werke aus der urbanen Fotografie sowie Tattookunst zu sehen sein. Sticker- und Graffitiworkshops laden zum selber ausprobieren ein. Die Filmvorführung „Girl Power“ beleuchtet eine weibliche Perspektive auf die Kunst des Graffitis und zeigt unkonventionelle Einblicke auf die Männerdomäne in der Szene. Das Programmheft liegt in städtischen Kulturinstitutionen, an Orten der Freien Kulturszene, ausgewählten Cafés und Restaurant und Verwaltungsstellen aus.

Mehr Infos unter www.kulturbuero-mg.de