Tag des offenen Denkmals

Neues Bauen in Mönchengladbach

Das Thema der  diesjährigen Veranstaltung lautet „Die Moderne hält Einzug“ – Avantgarde-Architektur Erleben in Rheydt, das ab 12 Uhr in der Aula des Hugo-Junkers-Gymnasiums vorgestellt wird. Um 13 Uhr startet dann der Rundgang am Schülerinnenwohnheim des Maria-Lenssen-Berufskollegs.

Aufgrund des 100-jährigen Bauhausjubiläums steht die Architekturepoche des Neuen Bauens in diesem Jahr international im Focus. Die Bauten, die dem Neuen Bauen zugerechnet werden, sind nach dem Ersten Weltkrieg bis in die frühen 1930er Jahre entstanden. Sie sind gekennzeichnet durch einen nüchtern-sachlichen Stil, der sich in kubischen und flach gedeckten Baukörper, meist hell geputzt, ausdrückt. Im Rheinland ist jedoch meist ziegelsteinsichtig gebaut worden.

Auch in Mönchengladbach finden sich Gebäude im Stil des Neuen Bauens. Hier ist besonders das Mädchenwohnheim des Maria-Lenssen-Berufskollegs an der Mühlenstraße hervorzuheben, einem herausragenden Beispiel der weißen Moderne. Als Beispiel für den Backsteinexpressionismus ist das Fabrikantenwohnhaus auf der Schwalmstraße zu nennen. Auch der Mietwohnungsbau jener Zeit ist vom Neuen Bauen inspiriert und zeigt, dass auch in Mönchengladbach die Ideen des Bauhauses auf fruchtbaren Boden gefallen sind. Der Rundweg und die Erläuterungen geben einen spannenden Einblick in diese „Moderne“.

Foto: Gisbert Fonger

8. september 2019 @ 12:00
12:00 — 15:00