Skulpturenmeile – Die Tour

Wer durch Mönchengladbach geht, entdeckt auf öffentlichen Plätzen, in Parklandschaften, an Gebäuden und in versteckten Innenhöfen so manches Kunstwerk. Nicht weniger als 30 Skulpturen reihen sich auf der 5 km langen Skulpturenmeile.

Die Tour „Skulputurenmeile“

Die Kunstmeile, die als Highlight des regionalen Projektes „Kunstwege“ zur EUROGA 2002plus entstanden ist, erstreckt sich vom Geroweiher über den Abteiberg bis zum Bunten Garten und wieder zurück über die Bettrather Straße, Sandradstraße, Alter Markt zum Geropark.

Die Skulpturenmeile startet im Skulpturengarten.  Zugang: über Treppen von der Weiherstraße, vom Spatzenberg (starke Hanglage), von Abteistraße über Treppen, auch innerhalb des Abteigartens gibt es Stufen.

Parken: gute Parkmöglichkeiten: Parkplatz Geroweiher / Weiherstraße

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"Bodenaustausch" -
Vaago Weiland

Die kleinen Stahlkästen (2002) ziehen sich als Wegweiser über die gesamte Skulpturenmeile. Im Inneren befinden sich Bodenproben des Kunstweg Niers. Der Besucher hat so die Möglichkeit, imaginär beide Wege gleichzeitig zu besichtigen. Auf dem 20 km-langen Kunstnaturpfad entlang der Niers befinden sich gleiche Kästen, um auf die Skulpturenmeile aufmerksam zu machen.

"Die Frau" - Georg Ettl

Mit seiner 9,30 m hohen Skulptur (2002), die im Rahmen der „Skulpturenmeile“ im Geropark vor der Münster Basilika St. Vitus installiert wurde, setzte Künstler Georg Ettl der „Frau an sich“ ein Denkmal zeitgenössischer Kunst. Die stählerne Dame mit wallendem Haar und Stöckelschuhen folgt ansonsten Ettls typischem Stil mit klaren und reduzierten Formen, für die er weltweit bekannt wurde.

"Johannes und Sophia" -
Renate Fellner

Die beiden Bronzeskulpturen (1998) der Bildhauerin Renate Fellner befinden sich vor und in der Musikschule. Sophia lauscht gebannt dem völlig in sein Geigenspiel versunkenem Johannes.

"Karl Fegers Memoriam" -
Georg Ettl

Auch in dieser Skulptur (1990) steckt Musik – es wurde dem Komponisten und Gründer der Musikschule Karl Fegers gewidmet – und befindet sich deshalb im Atrium der Musikschule. Das goldene Mundstück einer Trompete verdeutlicht die Verbindung zwischen Mensch und Musik – ansonsten hat die Silhouette keine Ähnlichkeit mit dem Musiker Fegers.

Pointes et Courbes -
Alexander Calder

Die Plastik „Spitzen und Kurven“ (1970) von Alexander Calder befindet sich vor dem Museum Abteiberg. Die massiven Stahlplatten haben eine imposante Größe von 350 x 600 x 450 cm – umso erstaunlicher, wie der Künstler es vollbrachte, spitze und abgerundete Formen, räumliche Situationen, figürliche Andeutungen und abstrakte Elemente aus ihnen herauszuarbeiten.

"Museum" -
Thomas Rentmeister

Was macht ein riesiges Autobahnschild mitten in der Fußgängerzone? Nach dem Abriss eines Garagenhofes fand es 2002 seinen Platz an der Abteistraße / Ecke Krichelstraße und weist von dort aus auf verschlungenen Pfaden den Weg zum Museum.

"Jugend und Alter" -
Hein Minkenberg

Die beiden lebensgroßen Skulpturen (1927) aus Sandstein stammen aus dem expressionistischen Frühwerk des Bildhauers Hein Minkenberg. Obwohl viele dieser Werke der Vernichtung der Nationalsozialisten unter der Propaganda „Entartete Kunst“ zum Opfer fielen, blieben diese Skulpturen erhalten – seit 1983 sind sie vor dem Stiftisch-Humanistischen Gymnasium an der Abteistraße zu finden.

"Denkmal für Hans Jonas" -
Karl Burgeff

Hans Jonas war gebürtiger Mönchengladbacher und jüdischer Philosoph. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wanderte er zunächst nach London, dann nach Jerusalem aus und kämpfte auf israelischer Seite im Zweiten Weltkrieg. Später emigrierte er in die USA. Für sein Werk erhielt er verschiedenste Auszeichnungen, u.a. das Große Bundesverdienstkreuz und die Ehrenbürgerschaft Mönchengladbachs. Sein bronzenes Denkmal (1997) thront auf einer 2,50m-hohen Säule in dem nach ihm benannten Park neben dem Haus Erholung.

Skulptur von Eva Weinert

Das namenlose Kunstwerk aus Stahl (2002), das an der Kleiststraße / Ecke Steinmetzstraße vor dem Minto steht, zeigt zwei geometrisch voneinander abhängige Körper. Thema der Arbeit ist laut Künstlerin die „Spannung zwischen rational gesetzter Ordnung und ihrer Wahrnehmbarkeit.“

"Eva II" - Gerhard Marcks

Die bronzene, 165 cm-große Dame, die am Adenauerplatz posiert, entstand zwischen 1944 und 1947. Eine erste, unvollendete Fassung der Figur wurde bei Bombenangriffen auf Berlin beschädigt. Zum Schutz vor weiteren Zerstörungen wurde sie von Amerikanern vergraben – und dann später von Gerhard Marcks vollendet.

"Stehende" -
Eugène Dodeigne

Neben der „Eva II“ ist der Adenauerplatz Standort weiterer bedeutender Arbeiten. So findet sich dort auch die „Stehende“ (1964) des französischen Künstlers Eugène Dodeigne. Als Betrachter hat man das Gefühl, an dem Entstehungsprozess der Skulptur teilhaben zu dürfen: Die 2,50m-große Figur ist nur schemenhaft aus dem Stein herausgearbeitet – wie es auch für die weiteren späten Werke des Bildhauers typisch ist.

"Doppelform" - Carel Visser

Die „Doppelform“, die auch auf dem Adenauerplatz zu finden ist, entstand 1957 – 58 und ist Bestandteil einer Gruppe von sechs Werken des Künstlers Carel Visser. Die Figur, die u.a. auch als „Zwillinge“ bekannt ist, setzt sich aus einer Reihe verschiedener symmetrischer Elemente zusammen. Ganz besonders spannend ist eine Umrundung der Skulptur aus Eisen, die aus verschiedenen Winkeln völlig anders wirkt.

Skulptur von Ernst Hermanns

Die Besonderheit dieser Skulptur (1967/76) von Ernst Hermanns erfasst man erst bei einer 360°-Betrachtung. Ähnlich wie bei einem Prisma verändert sich durch die dreieckige Grundform der fünf symmetrisch angeordneten Hohlkörper das Erscheinungsbild der Skulptur auf dem Adenauerplatz, sobald der Blickwinkel verändert wird.

"Fassade, drei Portale und Hahn" - Georg Ettl

Vor ihrer Sanierung (1985) war die Albertuskirche mit ihrer weiß gefliesten Fassade wahrlich kein Schmuckstück. In einem Interview erzählte Ettl, die Kirche habe ihn immer an die Wurstküche in der Metzgerei seines Onkels erinnert. Er sei froh gewesen, die Möglichkeit erhalten zu haben, an der Neugestaltung der Kirchenfassade einschließlich der Portale und des Wetterhahns mitwirken zu können.

Lohnenswert ist auch ein Blick in das Innere der Kirche mit seinen kunstvollen Glasfenstern. Eine separate Tour dazu finden Sie hier.

"Chorbild" - Beate Selzer

Halten Sie kurz inne und richten den Blick an der Fassade der Stadtbibliothek (Adenauerplatz) nach oben. 2002 wurde diese durch das Chorbild von Beate Selzer optisch aufgewertet. Die Künstlerin nutzte die architektonischen Gegebenheiten der Kachelwand, um in ihre Struktur die 38 untereinander liegenden Bildtafeln, einzuarbeiten. Die Beziehung zwischen den Gesetzmäßigkeiten von Mensch und Architektur wirken.

"Lichtstele" - Heinz Mack

Der „Bunte Garten“ hinter der Kaiser-Friedrich-Halle ist Mönchengladbachs Schmuckstück botanischer Gartenkunst – und gleichzeitig Standort verschiedenster Skulpturen. Das monumentalste Werk mit einer Höhe von 14,5 m ist die Lichtstele (1970) von Heinz Mack. Die reflektierenden Metallplättchen auf der Oberfläche brechen das Licht auf vielfältige Weise und bringen so Bewegung in das stählerne Objekt; ganz im Zeichen von „ZERO“ – einer wegweisenden Kunstbewegung, dessen Mitbegründer Mack ist.

"Torso" & Figur in zwei Teilen" - Wolfgang Hahn

Ein bisschen versteckt, auf einem Plateau oberhalb der Beethovenstraße im Bunten Garten sind die beiden Skulpturen „Torso“ (2001) und  „Figur in zwei Teilen“ (2002) des Mönchengladbacher Künstlers Wolfgang Hahn zu finden. Wie die meisten Werke von Wolfgang Hahn sind auch diese beiden Skulpturen aus Basalt-Lava gefertigt.

"Schwebende Pyramide" -
Günther Zins

Die Pyramide (2002) aus Aluminiumrohren „schwebt“ von Edelstahlseilen gehalten in den Baumkronen im Bunten Garten. Je nach Witterung sind die Seile kaum zu erkennen, was den Schwebe-Effekt umso beeindruckender erscheinen lässt. Die Lichtreflexionen der linearen Stahlplastik sind zu jeder Tages- und Nachtzeit ein Hingucker.

"Erdkugel" - Sandra Robertz

Die gusseiserne Erdkugel im Bunten Garten bietet einen etwas anderen Blickwinkel auf unseren Planeten: Die fünf gleich großen Teile stehen für die einzelnen Kontinente und ein gleichberechtigtes Nebeneinander – unabhängig von ihrer tatsächlichen Fläche, wirtschaftlichen Bedeutung oder Bevölkerungsdichte. (Foto: Ulrike Coenen)

"Sonnensucher" -
Anne-Marie Rommerskirchen

Der kleine Mann, der seine Nase gen Himmel reckt, sorgte bei seiner Installation im Bunten Garten 1950 ordentlich für Aufsehen – empfand man die Nacktheit der Figur als freizügig und gewagt. Zwei Wochen später verschwand die Plastik spurlos. Man vermutete, dass verärgerte Bürger sie entfernt hatten. Später stellte sich jedoch heraus, dass zwei Jugendliche diese aufgrund von Geldnot zerschlagen hatten, um die Bronze zu verkaufen. Noch im selben Jahr wurde die Figur erneuert.

Skulptur von Ulrich Brinkmann

Die Stele (2000) von Ulrich Brinkmann vermittelt von Weitem Geradlinigkeit, beim Näherkommen bemerkt man die blitzartig gespaltene Mitte. Ursprünglich sollte die Stele nur vorübergehend ausgestellt werden, sie begeisterte die Bewohner der anliegenden Peter-Nonnenmühlen-Allee so sehr, dass sie diese spontan erwarben und sie so dauerhaft im Bunten Garten verbleiben konnte.

"Passion" - Werner Jacobs

Die sieben Stelen des kleinen Kreuzweges (2000), die einen Weg im Bunten Garten flankieren, symbolisieren die sieben Stationen des Kreuzwegs Jesus Christus. Nur ihre Oberseiten sind bearbeitet und zeigen verschiedenen Formen des Kreuzes. Für den Künstler ist das Kreuz nicht nur Sinnbild des christlichen Glaubens, sondern auch Zeichen eines persönlichen Mittelpunktes, in dem er Halt, Kraft und Ruhe findet.

"Sitz I" - Wolfgang Hahn

Das „Sitzmöbel“ aus Basalt-Lava von Künstler Wolfgang Hahn soll Spaziergänger im Botanischen Garten zum Innehalten und Verweilen einladen. (Foto: Wolfgang Hahn)

"Harmonia Sanitatis" - Heinz Mack

Auch wenn in diesem Gebäude an der Sandradstraße heute kein Krankenhaus mehr untergebracht ist, erinnert die davor installierte Skulptur von Heinz Mack (2002) noch an seine ehemalige Bestimmung: Die physische und psychische Gesundheit der Patienten wieder in Einklang zu bringen. Aus der inneren Balance resultiert die Standfestigkeit des Körpers.

"Drei Stufen" - Heinz Mack

Die letzten Stationen der Skulpturenmeile führen in die Mönchengladbacher Altstadt. Das monumentale Werk „Drei Stufen“ (1986) auf dem Kapuzinerplatz besteht aus drei Keilen. Jeder Keil besteht aus einem anderen Material und wurde daher mit unterschiedlichen Techniken bearbeitet. Das Kunstwerk beeindruckt nicht nur durch Größe und Form, sondern auch durch Funktionalität: Es kaschiert gleichzeitig den Lüftungsschacht einer Tiefgarage.

Brunnen - Erwin Heerich

Dass sich das historische Gladbach rund um den Alten Markt entwickelte, ist kein Zufall. Denn das Vorhandensein eines Brunnens stellte die Versorgung der Bürger mit Trinkwasser sicher. Auch wenn sie in dieser Funktion heute nicht mehr benötigt werden, sind die Brunnen aus dem Stadtbild trotzdem nicht wegzudenken. Der 5,50m-hohe Brunnen ist ein Werk des 2004 verstorbenen Bildhauers Erwin Heerich. Hauptthema des 1977 installierten Brunnens aus geschliffenem Belgischem Granit ist das Zusammen- und Gegeneinanderspiel der Grundformen Kreis und Quadrat.

"Vitusbrunnen" - Peter Haak

Heute steht die 1961 von Bildhauer Peter Haak erschaffene Figur des Heiligen Vitus auf einer Stele vor der Citykirche – früher war sie Bestandteil eines weiteren Brunnens auf dem Alten Markt. Weitere Werke von Haak sind z.B. die abstrahierten Engelsfiguren aus Muschelkalk, die sich in der Chorhalle des Münsters St. Vitus befinden.

"Turmbau zu Babel" -
Thomas Virnich

Der Turmbau zu Babel ist die biblische Geschichte von dem Versuch der Menschen, durch die Erschaffung eines monumentalen Bauwerkes gottgleich werden zu können. Gott bestrafte sie hierfür, indem er ihnen verschiedene Sprachen gab und sie somit daran hinderte, das Gebäude fertigzustellen. Thomas Virnich greift diese Geschichte auf und adaptiert sie in seiner Skulptur (2002) (vor dem Rathaus Abtei) zu einer Kritik an den „konzeptionellen Fähigkeiten des Menschen“ und an der „Beständigkeit seiner Erzeugnisse“. (Quelle: www.thomasvirnich.de)

Wasserspeier "Schlange" -
Thomas Virnich

Obwohl der erste Gründungsbau der Münster Basilika bereits vor 1000 v.Chr. entstand, erhielt sie erst im 14. Jahrhundert ihre heutige Gestalt. Wie für die damalige Zeit üblich, wurde die Fassade mit einer Reihe von dämonengleichen Figuren versehen, die das Übel verschrecken sollten: den Wasserspeiern. Als 1998/99 zwei der elf Figuren ersetzt werden mussten, schlug Künstler Thomas Virnich vor, auf den schräg gegenüberliegenden Pfeilern Kopf und Schwanz einer Schlange anzubringen. So entsteht der Eindruck, dass sich ein riesiges Reptil durch den Kirchenbau windet.

Lohnenswert ist ein Blick in das Innere der Basilika mit seinen kunstvoll gestalteten Glasfenstern. Eine separate Tour dazu finden Sie hier.

"Finnischer Granit gespalten" -
Ulrich Rückriem

Über die Münstertreppe führt der Weg zurück zum Geropark – und zum Werk von Ulrich Rückriem. Der Steinblock wurde zunächst in 7 Teile gespalten und danach wieder zur ursprünglichen Form zusammengesetzt. Die Gesamthöhe des Objekts beträgt 4,20 m – ein Meter davon befindet sich unterhalb des Erdreichs.

„Die Frau“ – Georg Ettl

Mit seiner 9,30 m hohen Skulptur (2002), die im Rahmen der „Skulpturenmeile“ im Geropark vor dem Münsterstieg installiert wurde, setze Künstler Georg Ettl der „Frau an sich“ ein Denkmal zeitgenössischer Kunst. Die stählerne Dame mit wallendem Haar und Stöckelschuhen folgt ansonsten Ettls typischem Stil mit klaren und reduzierten Formen, für die er weltweit bekannt wurde. Im Hintergrund ist der Münster St. Vitus zu sehen, der am Ende unserer Tour vorgestellt wird.

Wasserspeier „Schlange“ – Thomas Virnich

Der schlangenartige Wasserspeier von Thomas Virnich windet sich symbolisch um das Vitusmünster in Mönchengladbach.
Obwohl der erste Gründungsbau der Münster Basilika bereits vor 1000 v.Chr. entstand, erhielt sie erst im 14. Jahrhundert ihre heutige Gestalt. Wie für die damalige Zeit üblich, wurde die Fassade mit einer Reihe von dämonengleichen Figuren versehen, die das Übel verschrecken sollten: den Wasserspeiern. Als 1998/99 zwei der elf Figuren ersetzt werden mussten, schlug Künstler Thomas Virnich vor, auf den schräg gegenüberliegenden Pfeilern Kopf und Schwanz einer Schlange anzubringen. So entsteht der Eindruck, dass sich ein riesiges Reptil durch den Kirchenbau windet.

„Pointes et Courbes“ – Alexander Calder

Die Skulpturen des Bildhauers Hein Minkenberg aus Sandstein symbolisieren die Lebensalter "Jugend und Alter"
Die Plastik „Spitzen und Kurven“ (1970) von Alexander Calder befindet sich vor dem Museum Abteiberg. Die massiven Stahlplatten haben eine imposante Größe von 350 x 600 x 450 cm – umso erstaunlicher, wie der Künstler es vollbrachte, spitze und abgerundete Formen, räumliche Situationen, figürliche Andeutungen und abstrakte Elemente aus ihnen herauszuarbeiten.

„Museum“ – Thomas Rentmeister

Der Wegweiser von Künstler Thomas Rentmeister führt auf verschlungenen Pfaden zum Museum Abteiberg
Was macht ein riesiges Autobahnschild mitten in der Fußgängerzone? Nach dem Abriss eines Garagenhofes fand es 2002 seinen Platz an der Abteistraße / Ecke Krichelstraße und weist von dort aus auf verschlungenen Pfaden den Weg zum Museum.

„Jugend und Alter“ – Hein Minkenberg

Die Skulpturen des Bildhauers Hein Minkenberg aus Sandstein symbolisieren die Lebensalter "Jugend und Alter"
Die beiden lebensgroßen Skulpturen (1927) aus Sandstein stammen aus dem expressionistischen Frühwerk des Bildhauers Hein Minkenberg. Obwohl viele dieser Werke der Vernichtung der Nationalsozialisten unter der Propaganda „Entartete Kunst“ zum Opfer fielen, blieben diese Skulpturen erhalten – seit 1983 sind sie vor dem Stiftisch-Humanistischen Gymnasium an der Abteistraße zu finden.

„Johannes und Sophia“ – Renate Fellner

Bronzeskulpturen von Renate Fellner vor und in der Musikschule
Die beiden Bronzeskulpturen (1998) der Bildhauerin Renate Fellner befinden sich vor und in der Musikschule. Sophia lauscht gebannt dem völlig in sein Geigenspiel versunkenem Johannes.

„Karl Fegers Memoriam“ – Georg Ettl

Karl Fegers Memoriam - Skulptur von Georg Ettl im Atrium der Musikschule Mönchengladbach
Auch in dieser Skulptur (1990) steckt Musik – es wurde dem Komponisten und Gründer der Musikschule Karl Fegers gewidmet – und befindet sich deshalb im Atrium der Musikschule. Das goldene Mundstück einer Trompete verdeutlicht die Verbindung zwischen Mensch und Musik – ansonsten hat die Silhouette keine Ähnlichkeit mit dem Musiker Fegers.

„Denkmal für Hans Jonas“ – Karl Burgeff

Denkmal für Hans Jonas, bedeutender jüdischer Philosoph
Hans Jonas war gebürtiger Mönchengladbacher und jüdischer Philosoph. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wanderte er zunächst nach London, dann nach Jerusalem aus und kämpfte auf israelischer Seite im Zweiten Weltkrieg. Später emigrierte er in die USA. Für sein Werk erhielt er verschiedenste Auszeichnungen, u.a. das Große Bundesverdienstkreuz und die Ehrenbürgerschaft Mönchengladbachs. Sein bronzenes Denkmal (1997) thront auf einer 2,50m-hohen Säule in dem nach ihm benannten Park neben dem Haus Erholung.

Skulptur von Eva Weinert

Skulptur vor dem Minto von Eva Weinert
Das namenlose Kunstwerk aus Stahl (2002), das an der Kleiststraße / Ecke Steinmetzstraße vor dem Minto steht, zeigt zwei geometrisch voneinander abhängige Körper. Thema der Arbeit ist laut Künstlerin die „Spannung zwischen rational gesetzter Ordnung und ihrer Wahrnehmbarkeit.“

„Eva II“ – Gerhard Marcks

Die erste Eva wurde bei einem Bombenangriff auf Berlin beschädigt, erst 3 Jahre später fertiggestellt
Die bronzene, 165 cm-große Dame, die am Adenauerplatz posiert, entstand zwischen 1944 und 1947. Eine erste, unvollendete Fassung der Figur wurde bei Bombenangriffen auf Berlin beschädigt. Zum Schutz vor weiteren Zerstörungen wurde sie von Amerikanern vergraben – und dann später von Gerhard Marcks vollendet.

„Stehende“ – Eugène Dodeigne

Die Stehende des französichen Bildhauers Eugène Dodeigne, Adenauerplatz Mönchengladbach
Neben der „Eva II“ ist der Adenauerplatz Standort weiterer bedeutender Arbeiten. So findet sich dort auch die „Stehende“ (1964) des französischen Künstlers Eugène Dodeigne. Als Betrachter hat man das Gefühl, an dem Entstehungsprozess der Skulptur teilhaben zu dürfen: Die 2,50m-große Figur ist nur schemenhaft aus dem Stein herausgearbeitet – wie es auch für die weiteren späten Werke des Bildhauers typisch ist.

„Fassade, drei Portale und Hahn“ – Georg Ettl

Die Fassade, drei Portale und der Wetterhahn der Jugendkirche St. Albertus in Mönchengladbach sind Arbeiten von Georg Ettl
Vor ihrer Sanierung (1985) war die Albertuskirche mit ihrer weiß gefliesten Fassade wahrlich kein Schmuckstück. In einem Interview erzählte Ettl, die Kirche habe ihn immer an die Wurstküche in der Metzgerei seines Onkels erinnert. Er sei froh gewesen, die Möglichkeit erhalten zu haben, an der Neugestaltung der Kirchenfassade einschließlich der Portale und des Wetterhahns mitwirken zu können.

Skulptur für Ernst Hermanns

Skulptur von Ernst Hermanns, Adenauerplatz, Mönchengladbach
Die Besonderheit dieser Skulptur (1967/76) von Ernst Hermanns erfasst man erst bei einer 360°-Betrachtung. Ähnlich wie bei einem Prisma verändert sich durch die dreieckige Grundform der fünf symmetrisch angeordneten Hohlkörper das Erscheinungsbild der Skulptur auf dem Adenauerplatz, sobald der Blickwinkel verändert wird.

„Doppelform“ – Carel Visser

Die Doppelform von Carel Visser, Adenauerplatz, Mönchengladbach
Die „Doppelform“, die auch auf dem Adenauerplatz zu finden ist, entstand 1957 – 58 und ist Bestandteil einer Gruppe von sechs Werken des Künstlers Carel Visser. Die Figur, die u.a. auch als „Zwillinge“ bekannt ist, setzt sich aus einer Reihe verschiedener symmetrischer Elemente zusammen. Ganz besonders spannend ist eine Umrundung der Skulptur aus Eisen, die aus verschiedenen Winkeln völlig anders wirkt.

„Chorbild“ – Beate Selzer

Fassade der Stadtbibliothek Mönchengladbach mit einer Arbeit der Künstlerin Beate Selzer
Halten Sie kurz inne und richten den Blick an der Fassade der Stadtbibliothek (Adenauerplatz) nach oben. 2002 wurde diese durch das Chorbild von Beate Selzer optisch aufgewertet. Die Künstlerin nutzte die architektonischen Gegebenheiten der Kachelwand, um in ihre Struktur die 38 untereinander liegenden Bildtafeln, einzuarbeiten. Die Beziehung zwischen den Gesetzmäßigkeiten von Mensch und Architektur wirken.

„Lichtstele“ – Heinz Mack

Fassade der Stadtbibliothek Mönchengladbach mit einer Arbeit der Künstlerin Beate Selzer
Der „Bunte Garten“ hinter der Kaiser-Friedrich-Halle ist Mönchengladbachs Schmuckstück botanischer Gartenkunst – und gleichzeitig Standort verschiedenster Skulpturen. Das monumentalste Werk mit einer Höhe von 14,5 m ist die Lichtstele (1970) von Heinz Mack. Die reflektierenden Metallplättchen auf der Oberfläche brechen das Licht auf vielfältige Weise und bringen so Bewegung in das stählerne Objekt; ganz im Zeichen von „ZERO“ – einer wegweisenden Kunstbewegung, dessen Mitbegründer Mack ist.

„Torso & Figur in zwei Teilen“ – Wolfgang Hahn

Torso und Figur aus zwei Teilen von Wolfgang Hahn im Bunten Garten Mönchengladbach
Ein bisschen versteckt, auf einem Plateau oberhalb der Beethovenstraße im Bunten Garten sind die beiden Skulpturen „Torso“ (2001) und „Figur in zwei Teilen“ (2002) des Mönchengladbacher Künstlers Wolfgang Hahn zu finden. Wie die meisten Werke von Wolfgang Hahn sind auch diese beiden Skulpturen aus Basalt-Lava gefertigt.

„Erdkugel“ – Sandra Robertz

Erdkugel - Skulptur von Sandra Robertz im Bunten Garten Mönchengladbach
Die gusseiserne Erdkugel im Bunten Garten bietet einen etwas anderen Blickwinkel auf unseren Planeten: Die fünf gleich großen Teile stehen für die einzelnen Kontinente und ein gleichberechtigtes Nebeneinander – unabhängig von ihrer tatsächlichen Fläche, wirtschaftlichen Bedeutung oder Bevölkerungsdichte. (Foto: Ulrike Coenen)

„Sonnensucher“ – Anne-Marie Rommerskirchen

Sonnensucher von Anne Marie Rommerskirchen im Bunten Garten, Mönchengladbach
Der kleine Mann, der seine Nase gen Himmel reckt, sorgte bei seiner Installation im Bunten Garten 1950 ordentlich für Aufsehen – empfand man die Nacktheit der Figur als freizügig und gewagt. Zwei Wochen später verschwand die Plastik spurlos. Man vermutete, dass verärgerte Bürger sie entfernt hatten. Später stellte sich jedoch heraus, dass zwei Jugendliche diese aufgrund von Geldnot zerschlagen hatten, um die Bronze zu verkaufen. Noch im selben Jahr wurde die Figur erneuert.

Skulptur von Ulrich Brinkmann

Stele mit blitzartig gespaltenem Kern von Ulrich Brinkmann im Bunten Garten, Mönchengladbach
Die Stele (2000) von Ulrich Brinkmann vermittelt von Weitem Geradlinigkeit, beim Näherkommen bemerkt man die blitzartig gespaltene Mitte. Ursprünglich sollte die Stele nur vorübergehend ausgestellt werden, sie begeisterte die Bewohner der anliegenden Peter-Nonnenmühlen-Allee so sehr, dass sie diese spontan erwarben und sie so dauerhaft im Bunten Garten verbleiben konnte.

„Passion“ – Werner Jacobs

Die Passion von Werner Jacobs im Bunten Garten Mönchengladbach
Die sieben Stelen des kleinen Kreuzweges (2000), die einen Weg im Bunten Garten flankieren, symbolisieren die sieben Stationen des Kreuzwegs Jesus Christus. Nur ihre Oberseiten sind bearbeitet und zeigen verschiedenen Formen des Kreuzes. Für den Künstler ist das Kreuz nicht nur Sinnbild des christlichen Glaubens, sondern auch Zeichen eines persönlichen Mittelpunktes, in dem er Halt, Kraft und Ruhe findet.

„Schwebende Pyramide“ – Günther Zins

Die Pyramide von Günther Zins aus Edelstahl und Aluminium schwebt über dem Hauptweg im Bunten Garten Mönchengladbach
Die Pyramide (2002) aus Aluminiumrohren „schwebt“ von Edelstahlseilen gehalten in den Baumkronen im Bunten Garten. Je nach Witterung sind die Seile kaum zu erkennen, was den Schwebe-Effekt umso beeindruckender erscheinen lässt. Die Lichtreflexionen der linearen Stahlplastik sind zu jeder Tages- und Nachtzeit ein Hingucker.

„Sitz“ – Wolfgang Hahn

Der Konversationsstuhl von Künstler Wolfgang Hahn lädt Spaziergänger zum Innehalten und einem anregenden Gespräch ein.
Das „Sitzmöbel“ aus Basalt-Lava von Künstler Wolfgang Hahn soll Spaziergänger im Botanischen Garten zum Innehalten und Verweilen einladen. (Foto: Wolfgang Hahn)

„Harmonia Sanitatis“ – Heinz Mack

Heinz Macks "Harmonia Sanitatis" vor den ehemaligen Maria Hilf-Klinikum
Auch wenn in diesem Gebäude an der Sandradstraße heute kein Krankenhaus mehr untergebracht ist, erinnert die davor installierte Skulptur von Heinz Mack (2002) noch an seine ehemalige Bestimmung: Die physische und psychische Gesundheit der Patienten wieder in Einklang zu bringen. Aus der inneren Balance resultiert die Standfestigkeit des Körpers.

„Drei Stufen“ – Heinz Mack

Heinz Macks "Harmonia Sanitatis" vor den ehemaligen Maria Hilf-Klinikum
Die letzten Stationen der Skulpturenmeile führen in die Mönchengladbacher Altstadt. Das monumentale Werk „Drei Stufen“ (1986) auf dem Kapuzinerplatz besteht aus drei Keilen. Jeder Keil besteht aus einem anderen Material und wurde daher mit unterschiedlichen Techniken bearbeitet. Das Kunstwerk beeindruckt nicht nur durch Größe und Form, sondern auch durch Funktionalität: Es kaschiert gleichzeitig den Lüftungsschacht einer Tiefgarage.

Brunnen – Erwin Heerich

Brunnen von Erwin Heerich auf dem Alten Markt in Mönchengladbach
Dass sich das historische Gladbach rund um den Alten Markt entwickelte, ist kein Zufall. Denn das Vorhandensein eines Brunnens stellte die Versorgung der Bürger mit Trinkwasser sicher. Auch wenn sie in dieser Funktion heute nicht mehr benötigt werden, sind die Brunnen aus dem Stadtbild trotzdem nicht wegzudenken. Der 5,50m-hohe Brunnen ist ein Werk des 2004 verstorbenen Bildhauers Erwin Heerich. Hauptthema des 1977 installierten Brunnens aus geschliffenem Belgischem Granit ist das Zusammen- und Gegeneinanderspiel der Grundformen Kreis und Quadrat.

„Vitusbrunnen“ – Peter Haak

Die Figur des Heiligen Vitus von Peter Haak auf dem Alten Markt in Mönchengladbach
Heute steht die 1961 von Bildhauer Peter Haak erschaffene Figur des Heiligen Vitus auf einer Stele vor der Citykirche – früher war sie Bestandteil eines weiteren Brunnens auf dem Alten Markt. Weitere Werke von Haak sind z.B. die abstrahierten Engelsfiguren aus Muschelkalk, die sich in der Chorhalle des Münsters St. Vitus befinden..

„Turmbau zu Babel“ – Thomas Virnich

Die Figur des Heiligen Vitus von Peter Haak auf dem Alten Markt in Mönchengladbach
Der Turmbau zu Babel ist die biblische Geschichte von dem Versuch der Menschen, durch die Erschaffung eines monumentalen Bauwerkes gottgleich werden zu können. Gott bestrafte sie hierfür, indem er ihnen verschiedene Sprachen gab und sie somit daran hinderte, das Gebäude fertigzustellen. Thomas Virnich greift diese Geschichte auf und adaptiert sie in seiner Skulptur (2002) (vor dem Rathaus Abtei) zu einer Kritik an den „konzeptionellen Fähigkeiten des Menschen“ und an der „Beständigkeit seiner Erzeugnisse“. (Quelle: www.thomasvirnich.de)

„Bodenaustausch“ – Vaago Weiland

Bodenaustausch, Installationen von Vaago Weiland anlässlich der EUROGA2002plus
Die kleinen Stahlkästen (2002) ziehen sich als Wegweiser über die gesamte Skulpturenmeile. Im Inneren befinden sich Bodenproben des Kunstweg Niers. Der Besucher hat so die Möglichkeit, imaginär beide Wege gleichzeitig zu besichtigen. Auf dem 20 km-langen Kunstnaturpfad entlang der Niers befinden sich gleiche Kästen, um auf die Skulpturenmeile aufmerksam zu machen.

„Finnischer Granit gespalten“ – Ulrich Rückriem

Ulrich Rückriem, Finnischer Granit im Geropark Mönchengladbach
Über die Münstertreppe führt der Weg zurück zum Geropark – und zum Werk von Ulrich Rückriem. Der Steinblock wurde zunächst in 7 Teile gespalten und danach wieder zur ursprünglichen Form zusammengesetzt. Die Gesamthöhe des Objekts beträgt 4,20 m – ein Meter davon befindet sich unterhalb des Erdreichs.